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Samtweich & schmeichelzart

Samtweich & schmeichelzart

 

Das Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge begeistert mit einer reichen Formensprache und liebenswerten Begleitern fürs Leben. Nimmt man sie in die Hand, spürt man noch etwas anderes: die überaus hochwertige Verarbeitung. Samtweich und schmeichelzart fühlen die Figuren sich an, wie man sie auch dreht und wendet. Eine Einladung zum Fühlen, Liebkosen und Streicheln.

 

Wie schaffen es die Kunsthandwerker, aus dem ursprünglich rauen Holz eine so sanfte Oberfläche herauszukitzeln? Wir haben zwei von ihnen über die Schultern geschaut.

Wonnigweiches Greifgefühl

 

Die Figuren aus der Volkskunstwerkstatt Unger aus Steinberg überzeugen nicht nur mit stilvoller Optik, sondern auch mit ganz viel Gefühl. Inhaber Torsten Unger verrät am Beispiel der neuen Deckenpyramide, wie er die Oberflächen so wunderbar weich kriegt: „Die zweistöckigen Teller werden gleich nach dem Handdrechseln noch auf der Drechselbank mit Schleifpapier in verschiedenen Körnungen mehrmals von Hand verschliffen. Danach wird ein Grundlack aufgetragen und erneut von Hand zwischengeschliffen. Erst dann wird die Oberfläche final mit seidenmattem Lack veredelt.“

Die traditionelle Deckenpyramide in 65 cm Höhe kommt in diesem Jahr als neue Variation auf den Markt. Eine Besonderheit ist die zweistöckige Motivplatte. Im Bild ist die Motivplatte „Dorf mit Engel“ zu sehen. Die Deckenpyramide gibt es auch mit dem Motiv „Winterfreunde“. Die Motivplatten können mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden und sind auch einzeln als Ergänzung für bestehende Deckenpyramiden erhältlich.

 

Torsten Unger Volkskunstwerkstatt

Am Pfarrwald 3, 08237 Steinberg

 

www.volkskunstwerkstatt.de

 


Schönheit, die man spürt

Neben ihrem frischen Design ist die Firma Köhler Kunsthandwerk aus Eppendorf auch für die herausragende handwerkliche Qualität ihrer Produkte bekannt. Sichtbarer Ausdruck dieser Qualität sind die Oberflächen, die sich wunderbar weich und glatt anfühlen. Diese Oberflächenqualität ist kein Zufall, sondern zeigt, wie sich Sorgfalt und Hingabe bei jedem Arbeitsgang am Ende auszahlen.

Am Anfang steht die Auswahl des richtigen Holzstücks. Fest und gerade gewachsen soll es sein. Auch die Art und Weise der Bearbeitung ist entscheidend für die finale Oberfläche. „Bei uns werden die Teile von Hand mit scharfen Werkzeugen gedrechselt, dadurch sind die Oberflächen schon sehr glatt geschnitten“, erzählt Björn Köhler und führt das Drechseleisen ans rotierende Holzstück.

Nach dem Drechseln bleibt das Werkstück bei Köhlers gleich auf der Drehbank. Hier bekommt die Oberfläche mit einem feinen Schleifleinen ihren Feinschliff – selbstverständlich von Hand.

Wenn alle Einzelteile der Figur ihre endgültige Form erhalten haben, wird mit einem Pinsel auf jedes Teil eine Wasserbeize aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Der Überschuss wird mit einem Schwamm oder einem weichen Tuch aufgenommen. So bleibt die Schönheit der Maserung durch den Farbauftrag hindurch erhalten.

 

Sind alle so gefärbten Einzelteile zur fertigen Figur zusammengefügt, erhält die Oberfläche ihre besondere Anmutung. In mehreren hauchdünnen Schichten wird erst eine Grundierung und später ein Wachslack aufgetragen. Zwischendurch wird jedes Teil mit großer Sorgfalt von Hand mit Schleifpapier „geputzt“. Je nach Holzdichte, Holzart und Beschaffenheit wird die Fläche kräftiger oder etwas sparsamer zwischengeschliffen. „Wie stark, darüber entscheidet allein das Feingefühl“, sagt Björn Köhler und wirft einen letzten prüfenden Blick auf die fertige Figur. Zum Abschluss streicht er noch einmal sanft mit dem Finger darüber. Denn wahre Schönheit kann man nicht nur sehen, sondern auch fühlen. 

 

Björn Köhler Kunsthandwerk

Goetheweg 4, 09575 Eppendorf

 

www.bjoern-koehler.de